Historie

So fing alles an…

1879 leuchteten im Hamburger Hafen die ersten Bogenlampen – die Geschichte der Stromanwendung nahm ihren Anfang. Im Jahr 1894 wurde die Hamburgische Electricitäts-Werke Aktiengesellschaft (HEW) (heute: Vattenfall GmbH) gegründet. Im Laufe der Zeit  fanden sich alle Gruppen der Elektrowirtschaft zusammen, um die neue Energie und vielfältigen Anwendungen bekannter zu machen. So entstanden bereits Anfang der 30er Jahre des 20. Jahrhunderts die ersten Elektro-Gemeinschaften im Gebiet der heutigen Hansestadt Hamburg in Altona, Bergedorf, Harburg und Lokstedt.

Gründung der Elektro-Gemeinschaft Hamburg

Mit dem Willen, vertrauensvoll zusammen zu arbeiten, gründeten  die Mitglieder der Hamburger Elektrowirtschaft im Jahr 1933 die Elektro-Gemeinschaft Hamburg (EGHH). Bereits innerhalb der ersten Jahre traten der Gemeinschaft über 770 Mitglieder bei.
Durch die zunehmende Bedeutung von elektrischen Geräten entstand große Nachfrage an Beratung und Ausstellungen, wie „Elektroschauen“, in denen die EGHH die neuesten Geräte präsentierte und mit dem richtigen Einsatz und Nutzen vertraut machte. Von Beginn an verkauften die Beratungsstellen jedoch selbst keine Geräte, so dass keine Konkurrenz zu den Mitgliedsunternehmen/Fachhändlern der EGHH bestand. Die Besucher konnten vielmehr nach der Beratung den  Fachhändler Ihrer Wahl aufsuchen; viele Händler begleiteten ihre Kunden sogar zu den Ausstellungen.

Um Kunden bei der Anschaffung neuer Elektrogeräte zu helfen, entstand bereits 1934 das „HEW-Darlehen“. Damit konnten EGHH-Mitglieder gemeinsam mit der HEW ihren Kunden einen besonderen Service anbieten. Diese attraktive Finanzierungshilfe sollte die Anschaffung von größeren, effizienteren Elektrogeräten und Installationen weiter fördern.

Schwere Zeiten

Der 2. Weltkrieg unterbrach den Aufschwung der EGHH und nach dessen Ende gab es nur wenig Hoffnung für den Wiederbeginn der Gemeinschaftsarbeit – viele Mitglieder sind nicht aus dem Krieg heimgekehrt, die Produktion von Elektrogeräten war stark eingeschränkt und Bauten wie Geschäftsräume und Kraftwerksanlagen wurden zerstört. Schnell wurde erkannt, dass für den Wiederaufbau eine Gemeinschaftsarbeit der Hamburger Elektrowirtschaft gefragt ist: Die EGHH nahm seine Arbeit wieder auf und eröffnete 1949 erstmals einen provisorischen Ausstellungsraum, worauf einige Beratungseinrichtungen mit Lehrküchen und Vortragsräumen folgten. 

60er Jahre bis heute

Ab Ende der 60er Jahre wurden die ersten „HEW-Kundenzentren“ in Kooperation mit der EGHH eingerichtet, um ein deutliches Signal in Sachen Kundenorientierung zu setzen. Die Mitglieder der Elektro-Gemeinschaft konnten von regelmäßigen Rundschreiben, Schulungen für Nachwuchskräfte in verschiedensten Bereichen und Gemeinschaftswerbung (z. B. für Strom, neue elektrische Lösungen) profitieren. So unterstützte und begleitete die EGHH ihre Mitglieder mit großem Engagement durch immer neue Herausforderungen der sich weiterentwickelnden Technik und dem Strukturwandel hin zu einer effizienteren Energienutzung.

Heute, im Zeichen von Klimawandel und hohen Energiepreisen, rücken für die EGHH insbesondere Themen zur effizienteren und umweltfreundlicheren  Energienutzung in den Fokus, wie beispielsweise Smart-Meter, e-Mobility und Batteriespeichersysteme.

Im Laufe der Zeit haben sich nicht nur die Inhalte verändert, auch in der Optik hat sich die Elektro-Gemeinschaft Hamburg stets gewandelt. Ein Beispiel dafür ist das „E-Männchen“, das Logo der Elektro-Gemeinschaft: